Dipl.-Ing. Peter Ehrenberg [dipe]

Web- und Datenbankanwendungen

Eight Megabytes And Constantly Swapping*

Mac und Emacs - das ist ja ein Gegensatz schon beinahe biblischer Dimension. Um so überraschender der Trend unter den Apple-vernarrten Rails-Entwicklern von TextMate auf Emacs umzusteigen. Geoffrey Grosenbach (Peepcode) hat dazu jetzt sogar einen Screencast produziert.

Mich selbst erstaunt das insofern, als das ich Mac-OS nach einigen tapferen Monaten gleich ganz wieder verlassen habe. Weniger weil mir Emacs so sehr fehlte (mit TextMate hätte ich leben können), sondern weil mir Mac-OS als Entwickler-System viel zu unkomfortabel ist. Die wesentlichen Mac-OS-Macken sind meiner Ansicht nach:

  • Mac-OS hat keinen Paket-Manager. Zwar gibt es Mac-Ports, aber das endet in unerfreulichen, länglichen Compilations-Sitzungen.

  • Keine persistenten Sitzungen.

  • Keine brauchbare Multi-Desktop-Implementation.

  • Keine intelligente Window-Platzierung.

  • Windows kann man nur an der rechten unteren Ecke in der Größe ändern.

Seither benutze ich wieder Linux/KDE (Debian) auf einem Wald-und-Wiesen-PC. Alles was ich vermisse, ist die Mac-Hardware - abgesehen von der Tastatur, die mies funktioniert und deren Layout noch schlimmer als QERTZ ist (zumindest für Programmierer).

Wer benutzt alles Emacs? Im Ruby- und Rails-Umfeld habe ich neben Matz himself folgende Leute ausfindig gemacht: Pat Maddox (rspec, cucumber), Ola Blini (jruby), Ryan Davis (Ruby Cookbook, ZenTest), Nathan Weizenbaum (Haml, Sass). Jamis Buck (Capistrano) benutzt den anderen Editor: vi :-).

[*] Die scherzhafte Auflösung des Akronyms Emacs zu Eight Megabytes And Constantly Swapping stammt aus Zeiten, wo acht Megabyte - nicht Gigabyte - Hauptspeicher viel waren. Zu wenig allerdings für Emacs.

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