Eight Megabytes And Constantly Swapping*
Mac und Emacs - das ist ja ein Gegensatz schon beinahe biblischer Dimension. Um so überraschender der Trend unter den Apple-vernarrten Rails-Entwicklern von TextMate auf Emacs umzusteigen. Geoffrey Grosenbach (Peepcode) hat dazu jetzt sogar einen Screencast produziert.
Mich selbst erstaunt das insofern, als das ich Mac-OS nach einigen tapferen Monaten gleich ganz wieder verlassen habe. Weniger weil mir Emacs so sehr fehlte (mit TextMate hätte ich leben können), sondern weil mir Mac-OS als Entwickler-System viel zu unkomfortabel ist. Die wesentlichen Mac-OS-Macken sind meiner Ansicht nach:
Mac-OS hat keinen Paket-Manager. Zwar gibt es Mac-Ports, aber das endet in unerfreulichen, länglichen Compilations-Sitzungen.
Keine persistenten Sitzungen.
Keine brauchbare Multi-Desktop-Implementation.
Keine intelligente Window-Platzierung.
Windows kann man nur an der rechten unteren Ecke in der Größe ändern.
Seither benutze ich wieder Linux/KDE (Debian) auf einem Wald-und-Wiesen-PC. Alles was ich vermisse, ist die Mac-Hardware - abgesehen von der Tastatur, die mies funktioniert und deren Layout noch schlimmer als QERTZ ist (zumindest für Programmierer).
Wer benutzt alles Emacs? Im Ruby- und Rails-Umfeld habe ich neben Matz
himself folgende Leute ausfindig gemacht:
Pat Maddox
(rspec, cucumber), Ola
Blini (jruby), Ryan
Davis (Ruby
Cookbook, ZenTest), Nathan
Weizenbaum (Haml, Sass). Jamis
Buck
(Capistrano) benutzt den anderen Editor: vi :-).
[*] Die scherzhafte Auflösung des Akronyms Emacs zu Eight Megabytes And Constantly Swapping stammt aus Zeiten, wo acht Megabyte - nicht Gigabyte - Hauptspeicher viel waren. Zu wenig allerdings für Emacs.
dipe.de
