Dipl.-Ing. Peter Ehrenberg [dipe]

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Camping in Deutschland

Unsere letzte Wohnmobil-Tour durch die Eifel wurde mal wieder zu einem unfreiwilligen Campingplatz-Test. Dabei trifft man auf auf manch "faschistoides Kleinod", aber glücklicherweise auch auf sehr schöne Plätze.

Zwei besonders schöne Platze, die wir auf unserer Tour kennen lernten sind der Campingplatz-Platz Perlenau in Monschau und der Platz am Pulvermaar in Gillenfeld.

Der Campingplatz in Monschau ist ganz besonders hübsch an einem Wildbach, dem Perlenbach, 2km von Monschau entfernt gelegen. An das schöne aus Naturstein errichtete Rezeptionsgebäude und Wohnhaus der Platzbesitzers schließt sich ein gemütliches Restaurant an, welches eine kleine Auswahl liebevoll zubereiteter Speisen bietet. Die Sanitäreinrichtungen sind modern und großzügig. Duschen ist gratis. Sehr zur Freude der Kinder fließt der Perlenbach mitten durch den Platz. Die hintere Zeltwiese erreicht man über eine flache Furt.

Der Platz am Pulvermaar ist einfach aber Preiswert. Mit Badestelle, Imbiss und einfachen Sanitäranlagen mit Gratis-Duschen bietet er alles, was ein Camper braucht. Das zwar kalte aber kristallklare Wasser des Maars läd zu einem kurzen Bad oder einer Bootstour ein.

Nach mehreren Erlebnisreichen Tagen wollten wir im Nord-Osten der Eifel noch einmal Halt an einem See machen. Mit dem Finger auf der Karte fiel die Wahl den Campingplatz Laacher See in der Nähe von Maria Laach.

Die Einfahrt zum Campingplatz wird von einer Doppelschranke und einem hohen Zaun dominiert. Selbst längere Wartezeiten bei der Abfertigung kann man sich mit der Lektüre der aushängenden Platzordnung vertreiben.

Die klärt einen nicht nur darüber auf, dass das Campingplatz-Personal jederzeit berechtigt ist, Fotokopien der mitzuführenden Personalausweise zu machen, auch wird die Zentimeter-genaue Höhe eines auf dem Platz zu benutzenden Grills in dem umfangreichen Text festgelegt.

Was geht eigentlich in einem Hirn vor, das sich sowas ausdenkt?

Nicht als zahlender Gast, also als Kunde wird man begrüßt, sondern als ein schlecht erzogener Nassauer, der bestenfalls geduldet wird, wenn er sich denn den Erzieherischen Maßnahmen des Platzwarts unterwirft.

Ich empfinde solches Gebaren gegenüber Kunden als Unverschämtheit.

Besucher aus dem europäischen Nachbarländern, wie zum Beispiel aus Holland, trifft man übrigens auf solchen Platzen selten. Die sind es offenbar nicht gewohnt und nicht im geringsten bereit, sich derart behandeln zu lassen.

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